Neubau Grundschule, Kindertagesstätte und Mehrzwecksaal und Gestaltung der öffentlichen Freiräume auf dem ehemaligen Bahngelände in Marquartstein Mit der Errichtung des neuen Rathauses 2001 hat Marquartstein einen neuen städtebaulichen Schwerpunkt gesetzt. Es liegt präsent in Alleinlage im südlichen Teil der ehemaligen Bahnanlagen und bildet zusammen mit dem Gasthaus und der Kirche einen typischen bayerischen „Dreiklang“. Das Rathaus ist ein zentrales öffentliches Gebäude mit starker Wirkung in alle Richtungen geworden. Städtebaulich möchte die Gemeinde Marquartstein die Ortsmitte im Bereich nördlich des Rathauses mit der Errichtung eines Schulgebäudes, einer Kindertagesstätte und eines Mehrzwecksaals als Bildungs- und Kultur-Schwerpunkt stärken (Realisierungsteil). Die öffentlichen Freianlagen im Bereich der ehemaligen Bahntrasse sollen aufgewertet und mit einem vielfältigen Angebot gestaltet werden (Ideenteil). Der Wettbewerbsumgriff umfasst insgesamt eine Fläche von rund 1,3 ha. _____ Geplant ist der Neubau einer einzügigen Grundschule mit Ganztagsbetreuung mit einer Bruttogrundfläche (BGF) von ca. 1.900 m², die einen familiären Rahmen für die pädagogische Betreuung bietet. Die Schule versteht sich als gemeinschaftlicher Lern- und Lebensort und bezieht Natur, Bewegung und Nachhaltigkeit aktiv in den Schulalltag ein. Das neue Gebäude soll Platz für ca. 100 Kinder und flexible Räume für Unterricht, digitales Lernen, kreatives Arbeiten und gemeinschaftliche Nutzung bieten. _____ Die geplante Kindertagesstätte soll mit einer Bruttogrundfläche (BGF) von ca. 1.200 m² als gemischte Einrichtung für Kindergarten und Krippe fungieren. In der Kita werden Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt betreut und in ihrer Entwicklung ganzheitlich gefördert. Die kindgerechten Räume und naturnahen Außenbereiche sind funktional gestaltet, bieten Sicherheit, Orientierung und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und unterstützen den strukturierten Tagesablauf sowie die enge Zusammenarbeit mit den Eltern. _____ Die Gemeinde beabsichtigt die Errichtung eines multifunktional nutzbaren Mehrzwecksaals, der als lebendiger Treffpunkt für alle Generationen ein zentraler Baustein des neuen sozialen Zentrums in Marquartstein werden soll und darüber hinaus für den Sportunterricht der Grundschule zur Verfügung steht. Der Mehrzwecksaal einschließlich ergänzender Nutzungen soll mit einer Bruttogrundfläche (BGF) von ca. 1.200 m² geplant werden. _____ Nach derzeitigem Kenntnisstand stuft die Ausloberin die Objektplanung Gebäude für die Grundschule und Kindertagesstätte in die Honorarzone III und für die Mehrzweckhalle in die Honorarzone IV ein. Nach derzeitigem Kenntnisstand stuft die Ausloberin die Objektplanung Freianlagen in die Honorarzone IV ein. _____ Mit dem vorliegenden Wettbewerb erwartet sich die Ausloberin für das Areal ein städtebaulich adäquates Konzept sowie für die geplanten Bauvorhaben gestalterisch, funktional und wirtschaftlich (in Bezug auf die Herstellungs-, Unterhalts- und Betriebskosten) überzeugende Lösungen. 1. Angaben für die Bewerbung zur Teilnahme am Wettbewerb: a) Fragen zu den Bewerbungsunterlagen und zum Verfahren sind bis spätestens 6 Tage vor Ablauf der Bewerbungsfrist über die Vergabeplattform einzureichen. Die Antworten auf Fragen werden ausschließlich auf der genannten Vergabeplattform eingestellt, ebenso etwaige Änderungen der Bewerbungsunterlagen. Die Bewerber haben sich durch regelmäßige Kontrolle der Internetseite selbst über Antworten auf Bewerberfragen oder Änderungen der Bewerbungsunterlagen zu informieren. _____ b) Als Bewerbung sind der Teilnahmeantrag und die Formblätter „Referenzen Objektplanung Gebäude“ und „Referenz Objektplanung Freianlagen“ sowie ggf. (falls zutreffend) die Formblätter „Erklärung der Bewerbergemeinschaft Architekt, Landschaftsarchitekt“, „Erklärung der Bewerbergemeinschaft derselben Fachrichtung“, „Verzeichnis der Leistungen von Unterauftragnehmern / Eignungsleihe“ mit „Verpflichtungserklärung“ elektronisch über die genannte Vergabeplattform einzureichen. Eine gesonderte Unterschrift sowie eine fortgeschrittene oder qualifizierte Signatur sind für die Bewerbung nicht erforderlich. Nicht fristgerecht eingereichte Bewerbungen bzw. schriftliche (in Papierform eingereichte) oder formlose Bewerbungen werden im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt. _____ 2. Terminschiene Wettbewerbsverfahren: Versand der Unterlagen an die ausgewählten Teilnehmer - Ende Mai 2026, Rückfragenbeantwortung - bis Ende Juni 2026, Abgabe Wettbewerbsarbeiten – Anfang September 2026. _____ 3. Beurteilungskriterien Wettbewerb: Alle zur Beurteilung zugelassenen Arbeiten werden ganzheitlich nach folgenden Gesichtspunkten beurteilt (ohne Rangfolge): Qualität der städtebaulichen Struktur und Gestalt, Einbindung in die Umgebung / Qualität, Gestalt und Funktionalität der Bebauung / Qualität, Gestalt und Funktionalität der Grün- und Freiräume / Funktionalität der inneren und äußeren Erschließung / Wirtschaftlichkeit / Nachhaltigkeit. _____ 4. Im Anschluss an den Planungswettbewerb erfolgt die Vergabe der Planungsleistungen gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 8 VgV im Rahmen eines Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb.