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Exzentrische Tiere und die Selbstüberwindung des Naturalismus: Dilthey, Plessner, Grene

Nelson, Eric S. · 2018
PhilArchive · Papers · 2018
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philosophy
In diesem Aufsatz, werde ich die Frage des Naturalismus in Plessners Philosophie des organischen Lebens und seiner amerikanischen Rezeption, in besonders die philosophischen-biologischen Schriften von Marjorie Grene, untersuchen. Die amerikanische Philosophin Grene war die Hauptvertreterin Plessners im Englischen Sprachraum in 20sten Jahrhundert, die Plessners anthropologischen Argumentation in ihren Schriften zur Philosophie der Biologie aufgenommen und verwendet hat. Grene kritisierte in ihren frühen Schriften Heidegger, Sartre, und die Existenzphilosophie, die das menschliche Dasein von der Natur radikal absondert und die negative Affekte wie Angst hervorhebt, in Vergleich mit Plessners weiterem Blick der Leibhaften, Sinnlichen, Tierischen Entwicklung des menschlichen Lebens. Die menschliche Existenz kann nicht dualistisch, wo „keine Brücke über den Abgrund zwischen Mensch und Tier führt,“ sondern nur biologisch-lebensphilosophisch oder ökologisch verstanden werden. Plessner und Grene setzen sich mit dem Reduktionismus des modernen Naturalismus auseinander und zeigen, wie das Natürliche weiter und ergänzt gedacht werden muss, weil der Naturalismus keine ausreichenden Begriffe für die Auslegung der Erscheinungen und Ausdrucksformen des organischen Lebens besitzt. Die Unterscheidung zwischen der "zentrischen Positionalität" des Tiers und der "exzentrischen Positionalität" des menschlichen Tiers ermöglicht eine holistisch aber differenzierte Beschreibung der Natur und Kultur, insbesondere die natürlichen Künstlichkeit, die der Kultur und das des gesellschaftlichen Lebens. Diese sind Grundlage für die geschichtliche und soziale Bildung, Aufbau, und Strukturierung der natürlichen Spontaneität, Produktivität, und Expressivität des Lebens und ermöglichen die dezentrierte, utopische, und persönliche Individuation der einzelnen Menschen im Lebenszusammenhang, was wichtige soziologische und auch ethische und politische Konsequenzen für Plessner und Grene hat: Der Mensch ist ein natürliches biologisches Individuum, das durchaus fähig ist, eine verantwortliche Person zu werden , und zwar durch die umfassende Beteiligung an (oder als ein einzigartiger Ausdruck) einer Kultur.
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